Was sich anfangs schnell als Japan Klon entpuppte wird allmählich zur Breaking News.
Erst gestern überraschte Engadget die Netzgemeinschaft mit frischen Bildern eines – so die Quelle – iPhone der vierten Generation. Unglaubwürdiger wurde die Nachricht durch die Story des Informanten: Gefunden wurde das Gerät nämlich auf dem Boden einer Bar im kalifornischen San Jose.
Die spanischen Kollegen von Applesfera versicherten dann schnell, dass es sich um einen japanischen Klon handeln muss; ein Leser habe das Gerät erst kürzlich aus Fernost mitgebracht bekommen.
Interessant macht es nun wieder der Technologie Blog Gizmodo.com , welches das mysteriöse iPhone erhalten hat und nun neben hochauflösenden Fotos und einem Videoclip auch erste Informationen liefert; entblößen musste sich das Gerät ebenfalls.
FAKTEN
• Frontkamera für Videochat
• Reguläre Kamera wurde scheinbar stark verbessert (um einiges größer als die vom iPhone 3GS)
• Blitzfunktion
• Micro-SIM anstatt normale SIM (wie beim iPad)
• Verbessertes Display. Eine genaue Auflösung ist unbekannt. Gizmodo ist sich aber aufgrund der “Connect to iTunes” Mitteilung sicher, dass das Display eine weitaus höhere Auflösung aufzeigt.
• Zweites Mikrofon neben der Kopfhörerbuchse
• Lautstärke-Knöpfe sind geteilt und rund
• Power, Stumm und Lautstärke-Knöpfe sind metallisch.
Die Bilder zeigen, dass sich das Design des Gerätes mit Hinblick auf das iPhone 3G/S völlig verändert hat:
Der sonst gebogene Rücken ist nun völlig flach und besteht aus Glas oder Plastik; umgeben ist das iPhone HD von einem Aluminumrand. Weiterhin berichten die Kollegen, dass das Display zwar kaum merkbar kleiner geworden ist, aber eine viel höhere Auflösung bietet.
Abgesehen von der Batterie, die ca. um 16% gewachsen ist, sind alle anderen eingebauten Komponenten kleiner und enger verbaut.
Und, ist es nun echt?
Es ist fast sicher, dass die Jungs von Gizmodo hier das echte iPhone der nächsten Generation beschreiben.
Neben der hohen Qualität des gesamten Gerätes sprechen noch andere wichtige Fakten dafür, dass dieses Smartphone direkt von Apple kommt.
So berichtete der Finder, dass er mit dem iPhone OS 4.0 bestückten iPhone herumspielen konnte, bis es ferngesteuert durch Apple heruntergefahren wurde. Weil jede Firmware Hardware-spezifisch ist und das “iPhone HD” noch nicht auf dem Markt ist, ist es für das allgemeine Volk selbstverständlich unmöglich das Gerät ohne passendes OS wieder funktionstüchtig zu machen. Abgesehen davon, wurde das Smartphone beim Verbinden mit Mac OS X trotzdem als “iPhone” im Restore-Modus erkannt.
Neben der zum Einsatz kommenden Micro-SIM, welche bisher in noch kein anderem Smartphone verbaut ist, und dem Case, das perfekt an sämtliche Eingabemöglichkeiten angepasst ist, bieten die Innereien des Gerätes den finalen Beweis:
Tatsächlich wurden Komponente, die mit “APPLE” betitelt sind, im Innenleben gefunden. Und weil diese perfekt in die Hülle passen, kann man ausschließen, dass hier lediglich die Innereien eines iPhone 3G/S einen neuen Körper gefunden haben.
Apple hat es wohl endlich darauf abgesehen, sämtliche mit der Zeit entstandenen Kritikpunkte abzubauen: Frontkamera, Blitz, eine verbesserte reguläre Kamera für Foto- und Videoaufnahmen und eine verlängerte Batterielaufzeit. All diese Punkte würden theoretisch mit der Veröffentlichung des mysteriösen Gerätes der Vergangenheit angehören.
BESTÄTIGT:
Es war eine reine Seifenoper, jetzt klärt sich die ganze Sache allmählich auf und so unrealistisch die Story anfangs klang, sie ist tatsächlich wahr.
Verloren hatte das iPhone 4G der 27-jährige Apple-Ingenieur Gray Powell, der nicht nur ein talentierter Fotograf sondern ein mindestens genauso guter Ingenieur bei Apple Inc. und hauptsächlich für die Entwicklung des Baseband zuständig ist.
Am 18. März ist es dann wohl geschehen. Nachdem Powell den Tag mit deutschem Bier ausgeklungen hat, musste der, als iPhone 3G/S getarnte, Prototyp irgendwie auf der Theke des deutschen Gourmet Haus Staudt, welches ca. 20 Meilen vom Apple Campus entfernt liegt, zurückgelassen worden sein.
Ein Tischnachbar hatte es nach einer Weile an sich genommen und auf Powell’s Rückkehr gewartet. Vergebens, der Ingenieur betrat die Bar nicht ein zweites Mal um sein Eigentum abzuholen.
Und so hatte es nach einer Weile seinen Weg auch zu den Kollegen von Gizmodo gefunden. Der verantwortliche Verlag Gawk Media soll laut der “New York Times” ganze 5.000$ für das Gerät bezahlt haben.
Jetzt möchte Apple den Prototypen zurück. Per Brief benachrichtigte Bruce Sewell, Leiter der Rechtsabteilung von Apple, gestern die Redaktion von Gizmodo und bittet darum, dass das Gerät umgehend an Apple übergeben wird.
Damit wurde bestätigt, dass es sich hierbei wahrscheinlich um einen Release Candidate des iPhone 4G (HD) handelt.
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